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Friederike Bartholomäus
von

Same-Day-Delivery: Status Quo und Ausblick

Schaut man sich auf E-Commerce Webseiten wie z. B. internetworld.de oder etailment.de um, so ist das Thema Same-Day-Delivery aktuell in aller Munde. Doch wie weit verbreitet ist dieser Service in Deutschland und für wen – sowohl Händler als auch Kunde – ist das Thema interessant? Diese und einige weitere Punkte werde ich in meinem Blogbeitrag betrachten.

Same-Day-Delivery bedeutet, dass man die bestellte Ware noch am gleichen Tag geliefert bekommt. Den Rekord für die schnellste Lieferung hält hierbei ein Kurierfahrer, der für den britischen Kurierdienstvermittler Shutl arbeitet. Der Rekord liegt bei knapp 15 Minuten.

Die Ursache für diesen neuartigen Service liegt im Kampf um Marktanteile und in der Tatsache, dass die Lieferung am Folgetag inzwischen nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal gilt. Voraussetzungen für derartig schnelle Lieferungen sind ein sehr großes Kuriernetz und die örtliche Nähe zwischen Händler und Kunde. Aktuell wird der Service fast ausschließlich in Metropolen angeboten.

Auf Händlerseite kann das Thema sowohl für stationäre Händler, als auch für Online-Pure-Player interessant sein.

Stationäre Händler: Sie können sich dadurch gegen die vermeintlich „übermächtigen“ Online-Pure-Player zur Wehr setzen. Der Vorteil liegt ganz klar darin, dass die stationären Händler ihre Lager meist in zentraler Lage haben und somit die Ware schnell abgeholt und zum Kunden geliefert werden kann. Die Lager der Online-Pure-Player befinden sich häufig fernab der Großstädte, sodass die Bereitstellung der Ware orts- und zeitnah nur mit sehr großem logistischen Aufwand möglich ist.

Online-Pure-Player: Trotzdem ist das Thema auch für diese Gruppe interessant. Sie können durch Same-Day-Delivery den Mangel an eigenen Läden in den Städten ausbügeln. [1]

Ein Blick über den Atlantik in die USA zeigt, dass auch Amazon die Relevanz von Same-Day-Delivery erkannt hat. Die Firma investiert mehr als 1,2 Mrd. US$ in neue Lager im ganzen Land, u.a. in New Jersey, Virginia, Texas und Kalifornien. Zusätzlich wird auch in die Effizienz der Lager und der damit verbundenen logistischen Prozesse investiert. Lockers – ähnlich wie die Packstationen in Deutschland – und Abholmöglichkeiten in nahegelegenen Supermärkten sollen die Flexibilität für den Kunden steigern. [2]

In Großbritannien spielt das Thema hauptsächlich in London eine wichtige Rolle. Hier ist auch der Kurierdienstvermittler Shutl ansässig, der den bereits erwähnten Rekord von knapp 15 Minuten aufgestellt hat. Das System funktioniert ähnlich wie der in Deutschland weit verbreitete Dienst „mytaxi“. Über GPS wird ermittelt, welcher verfügbare Kurier die Ware am schnellsten beim Händler abholen und dem Kunden zustellen kann. Die Kuriere sind in dem Fall nicht bei Shutl angestellt, sondern stellen ihren Service für einzelne Fahrten zur Verfügung. [3]

Ein deutsches Unternehmen, welches Same-Day-Delivery anbietet ist Tiramizoo. Bei dem Münchener Start-up handelt es sich ebenfalls um einen Kurierdienstleister, der hauptsächlich in den deutschen Metropolen agiert (Abb. 1). [4]

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Abbildung 1: Das Liefergebiet von Tiramizoo (Quelle: https://www.tiramizoo.com/de)

Zu dem Kundenkreis zählen Unternehmen, wie z. B. Lodenfrey, Hugendubel, Luxodo oder notebooksbilliger.de. Sobald die Ware vom Kunden bestellt wurde und der Händler die Bestellung zur Abholung vorbereitet, ermittelt Tiramizoo den passenden Fahrer und beauftragt diesen mit der Lieferung. Anschließend muss die Ware nur noch beim Händler abgeholt und dem Kunden geliefert werden (Abb. 2). Die Kosten belaufen sich auf ca. 10-15 Euro, je nach Größe des Pakets und geforderter Schnelligkeit der Lieferung.

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Abbildung 2: So funktoniert Same-Day-Delivery (Quelle: https://www.tiramizoo.com/de)

Same-Day-Delivery bietet dem Kunden zwar neue Möglichkeiten des Online-Shoppings, es ergeben sich aber auch ganz neue Herausforderungen an die logistischen Prozesse. Lager und Transportlogistik müssen optimal auf einander abgestimmt sein. Perfektionierte Transportprozesse nützen nur dann etwas, wenn die Ware auch schnell genug aus dem Lager an den Lieferanten übergeben werden kann. Des Weiteren muss die Warenverfügbarkeit sichergestellt sein. Ein Kunde soll nur dann bestellen können, wenn das Produkt auch in einem Lager innerhalb seines Liefergebiets vorrätig ist. Automatisierte Lager- und Kommissioniersysteme unterstützen dabei die logistischen Prozesse und führen gleichzeitig zu besserer Qualität.

Ausblick

Das Thema Same-Day-Delivery gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das belegt auch eine eBay-Studie. Derer zufolge würden 60% der Befragten online häufiger einkaufen, wenn die Ware noch am selben Tag geliefert würde. [1] Wichtig hierbei ist, dass dem Kunden bewusst ist, dass es sich um einen Premium-Service handelt. Kostenfrei wäre dieser Service über einen längeren Zeitraum nicht realisierbar. Die notwendige Zahlungsbereitschaft auf Seiten des Kunden ist vorhanden.
Die sogenannte Zeitfensterzustellung ist eine logische Erweiterung des Themas. So kann der Kunde flexibel entscheiden, wann die Ware geliefert werden soll. Dies wird das Scheitern von Zustellversuchen reduzieren.
Hermes und Zalando sind aktuell nicht bereit, auf den Zug der tagesgleichen Lieferung aufzuspringen. Next-Day-Delivery heißt die Devise. Ein Sprecher von Zalando äußert sich zu dem Thema: „Wir machen klassische Versandlogistik. Same Day spielt keine Rolle und Express gibt es auch nicht“. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Service in Deutschland durchsetzen wird und ob er sich – sowohl für den Kunden als auch für den Händler – als Mehrwert herausstellt. [5]

Quellen:

[1] Etailment: Wenn der Paketbote früher klingelt
[2] Slate: I Want It Today – How Amazon’s ambitious new push for same-day delivery will destroy local retail 
[3] Shutl
[4] Tiramizoo
[5] Etailment: Logistik – Vielversprechende Alternativen zu Same-Day-Delivery

Weiterführende Links:

t3n: Tiramizoo – Same-Day-Delivery für den deutschen Online Handel
Internet World Business: Früher, schneller, teurer – Immer mehr Händler setzen auf Same-Day-Delivery, obwohl der Expressversand deutlich teurer ist
Etailment: Logistik – Same Day Delivery für spitze Rechner

 

 


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Fabian Hoffmann
von

Einsatz von Responsive Design

In der heutigen schnelllebigen Zeit gibt es zahlreiche Wege Webseiten zu besuchen. Neben dem stationärem Computer oder Laptop kamen in den letzten Jahren neue Geräte wie Tablets und Smartphones hinzu. Aber auch der Fernseher ermöglicht heutzutage den Zugriff auf Webseiten. Durch diese ständig zunehmende Gerätevielfalt wird es für Webseitenbetreiber immer schwieriger das Layout und den Inhalt auf allen Geräten optimal anzuzeigen. Die Bildschirmbreiten reichen aktuell von ca. 240px (ältere Smartphones) bis ca. 2880px1 (Retina Display). Dieser Blogpost zeigt auf, welche Lösungsmöglichkeit diesbezüglich das Responsive Design liefert.

Probleme bei Webseiten

Eine nicht mit Responsive Design konzipierte Webseite wird in der Regel für eine bestimmte, häufig durchschnittliche Bildschirmgröße optimiert (z.B. 1024 Pixel breit). Als die Seitenzugriffe über Smartphones und andere Geräte stiegen, mussten neue Konzepte entwickelt werden. Der erste Ansatz war die Verwendung von dynamischen Breiten, die jedoch gerade bei extrem kleinen oder extrem großen Auflösungen Darstellungsprobleme bereiteten, da nicht die Inhalte und das Design selbst angepasst, sondern nur skaliert werden2. Ein neuerer Ansatz für Webseitenbetreiber war die Erstellung einer APP, die dann wieder optimiert für kleinere Bildschirme ist. Hier jedoch entsteht ein zweites System, das womöglich nur Backend-Services wiederverwenden kann. Zudem müssen bei APP’s mehrere mobile Betriebssysteme berücksichtigt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer mobilen Webseite, bei der das Layout für kleinere Bildschirmgrößen entwickelt wird. Es handelt sich dabei jedoch um eine zweite Instanz der Webseite, die zusätzlichen Verwaltungsaufwand erzeugt.

Wird keine APP und keine mobile Webseite erstellt, muss der Endanwender auf einem kleinen Bildschirm mit dem Zoom sowie viel Scrollen arbeiten, um die Inhalten der Webseite ausreichend gut erfassen zu können. Das Problem ist somit, dass Webseiten mit fester Breite nicht für alle existierenden Bildschirmgrößen gleichzeitig optimiert werden können, ohne dass zusätzliche Systeme eingesetzt werden müssen.

Optimierung für diverse Bildschirmgrößen mit Hilfe von Responsive Design

Beim Responsive Design wird lediglich eine Webseiten-Instanz verwendet, die automatisch auf die vom Besucher der Seite verwendete Bildschirmauflösung und Bedienung (z.B. Touch-Display) angepasst wird. Dabei kann das gesamte Layout je nach Display anders gestaltet werden.

Folgende Grafik zeigt die Gestaltung der Starbucks-Webseite mittels Responsive Design3:

 starbucks_responsive

Die Grafik zeigt auf der linken Seite das Layout der größten Bildschirmbreite, auf der rechten das Mobile-Layout. Insbesondere das Menü im oberen Bereich ist in jeder Version anders gestaltet. Auf dem Smartphone ist hierfür lediglich ein Button integriert, der das Menu per Klick ausfahren lässt. Auch die Anordnung des Inhaltes unterscheidet sich. Je kleiner die Auflösung ist, desto mehr wird der Inhalt vertikal angeordnet und die horizontale Strukturierung entfällt.

Durch Responsive Design wird somit die Möglichkeit gegeben, eine Webseite in Abhängigkeit von der Auflösung des Betrachters zu gestalten. Dabei können Elemente der Webseite nicht nur verschoben werden, sondern auch wegfallen, wenn die Auflösung zu niedrig wird. Für Webseitenbetreiber stellt sich somit die Frage, welche Inhalte unbedingt notwendig sind und in jeder Version zwingend verfügbar sein müssen. Dazu sollte nach dem Grundsatz „Mobile First“ vorgegangen werden. Das heißt, es wird zunächst ein Layout für die geringste Auflösung entwickelt, um eine überall funktionierende Grundversion zu erzeugen, die alle essentiellen Informationen enthält (Nach dem Motto „Weniger ist mehr“).4 Diese wird dann Schrittweise mit weiteren Inhalten und komplizierteren Designs erweitert.

Bei der Skalierung von Bildern ist es sinnvoll einen Server zu verwenden, der alle Bilder in verschiedenen Größen zur Verfügung stellt. Dadurch wird bei jedem Gerät nur die gerade benötigte Bildgröße geladen und es können Performancevorteile aufgrund des verringerten Ladevolumens erlangt werden.

Technische Realisierung von Responsive Design

Technisch wird Responsive Design durch CSS3-Mediaqueries realisiert. Diese ermöglichen die Einbindung verschiedener CSS-Definitionen für unterschiedliche Auflösungen.

Folgende drei Design-Kategorien könnten beispielsweise erstellt werden2:

@media (max-width: 600px) {
 /* CSS-Definitionen für niedrige Auflösungen. */
 }
@media (min-width: 601px) and (max-width: 1023px) {
 /* CSS-Definitionen für mittlere Auflösungen. */
 }
@media (min-width: 1024px) and (orientation:portrait) {
 /* CSS-Definitionen für hohe vertikale Auflösungen. */
 }
@media (min-width: 1024px) and (orientation:landscape) {
 /* CSS-Definitionen für hohe horizontale Auflösungen. */
 }

Durch die Mediaqueries wird die Auflösung und Orientierung des Endgerätes erkannt und dann das entsprechende Design verwendet.

Auch die Einbindung von gesamten CSS-Dateien in Abhängigkeit von den Geräteeigenschaften ist möglich2:

<link rel="stylesheet" type="text/css"
href="styles.css" media="screen and (min-width: 750px)"
/>

Bei dieser Definition wird die angegebene CSS-Datei verwendet, wenn das Betrachtermedium ein screen ist und eine minimale Breite von 750px hat.

Neben den hier beispielhaft verwendeten Medien-Merkmalen existiert eine Vielzahl weiterer wie zum Beispiel aspect-ratio, color und grid5.

Fazit

Diverse Auflösungen der Displays erfordern eine Anpassung des Designs an diese, damit der Besucher einer Webseite die Inhalte optimal betrachten kann. Um nicht mehrere verschiedene Instanzen einer Webseite erstellen zu müssen, wird das Responsive Design verwendet. Dadurch wird die Gestaltung derselben Webseite für verschiedenste Betrachtungsformate ermöglicht. Durch die Verwendung einer Instanz wird insbesondere die Kosteneffizienz gesteigert, da der Verwaltungsaufwand für mehrere Instanzen entfällt. Zudem ist eine Systemunabhängigkeit gegeben, da Standard-Webtechnologien verwendet werden (HTML5 und CSS3). Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die SEO-Optimierung der Webseite für Suchmaschinen wie Google. Beispielsweise könnte die mobile Darstellung als Kriterium in den Page-Rank-Algorithmus einbezogen werden6.

[1] http://www.apple.com/de/macbook-pro/features-retina
[2] http://www.webmasterpro.de/coding/article/css-responsive-webdesign-media-queries-fuer-iphone-ipad-und-smartphones.html
[3] http://chivonnewilliams.co.uk/blog/wp-content/uploads/2013/02/starbucks_responsive_image.png
[4] http://www.elmastudio.de/webdesign/webdesign-goes-mobile-first-eine-kleine-einfuhrung-zum-neuen-webdesign-trend
[5] http://wiki.selfhtml.org/wiki/CSS/Media_Queries
[6]
 http://t3n.de/news/seo-google-macht-ernst-472817

 


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Svenja Fieguth
von

Einsatz von Pinterest als Marketing-Instrument

Nach dem großen Erfolg von Facebook und Twitter erobern neue soziale Netzwerke das Internet. Pinterest, das 2010 gründet wurde, ist eines davon.[1]Pinterest

Die Unternehmensphilosophie lautet: „Sammle und teile Dinge, die du liebst“. Der Unterschied zu anderen Social Media-Plattformen besteht darin, dass es bei Pinterest vornehmlich um Bilder und Videos geht. Die User heften (Pinnen) eigene oder im Web gefundene Bilder und Videos an eine virtuelle Pinnwand. Dort angeheftet sind diese sofort anderen Nutzern zugänglich. Andere können die ausgewählten Bilder zu ihrer eigenen Pinnwand heften, kommentieren oder mit „gefällt mir“ versehen.[2]

Die Zielgruppe

Im Dezember 2012 konnte Pinterest knapp 30 Millionen monatliche Besucher verzeichnen. Laut einer Studie von MDGAdvertising, welche Anfang 2012 in den USA veröffentlicht wurde, sind die wichtigsten Nutzerschichten junge, internetaffine Mütter.[3]

  • 87% weiblich
  • 20% nutzen Pinterest täglich
  • Hohes Jahreseinkommen
  • Zielgruppenalter von 25 bis 54 Jahren
  • 50% der Nutzer haben Kinder
  • Durchschnittliche Verweildauer von 15,8 Minuten

Der durchschnittliche User von Pinterest generiert laut Studien etwa doppelt so viel Traffic wie ein durchschnittlicher Facebook-Nutzer. In absoluten Werten liegt Pinterest in den USA damit bereits vor Google+ und Twitter.[4]

Anlegung und Einbindung

Unternehmensprofil NordstromNach der Erstellung eines Unternehmensprofils muss überlegt werden, welche Boards zu welchen Themen angelegt werden und wie lang und wie intensiv diese mit Pins gefüllt werden sollen. Pinnwände sollten nicht endlos mit Pins gefüllt werden, da sie das für Follower schwer benutzbar macht. Um die Follower einzelner Pinnwände nicht zu verlieren, sollte daher dafür gesorgt werden, dass das Board langfristig genutzt werden kann. Um das Board anschließend besser auffindbar zu machen, sollte nach der Erstellung noch eine Beschreibung zum Inhalt der Pinnwand eingearbeitet werden.

Das Pinnen

Technisch gesehen ist das Anlegen von Pins für Nutzer ein einfaches Vorgehen. Um als Unternehmen wirklich aussagekräftigen Content zu übermitteln, sollten die Anforderungen an das Bild, den Kurztext und die Zieladresse im Vorfeld bestimmt werden. Der Untertitel des Bildes ist für die Auffindbarkeit und Botschaft des Bildes verantwortlich. Obwohl der Untertitel bei Pinterest-Nutzern zweitrangig behandelt wird, ist er notwendig, um den Pin in der internen Suche zu finden. Da Pinterest noch weitgehend englischsprachig ist, erhöhen zweisprachige Texte und Keywords die Performance eines Pins.

Follower generieren

Das Prinzip ist das gleiche wie bei fast allen sozialen Netzwerken: Je mehr Menschen das Unternehmen kennen, desto mehr werden es kennenlernen und den Namen der Marke verbreiten. Durch das Umsetzen von Maßnahmen, wie dem Einbinden von Buttons, dem Folgen anderer User und dem Kommentieren und Repinnen fremder Pins kann aktiv eingegriffen werden. Es sollte zusätzlich bedacht werden, dass Pinterest keine Werbeplattform ist. Alle diese Maßnahmen sollten daher beschränkt und mit Bedacht genutzt werden. Die ersten Follower zu sammeln, erfordert einige Wochen Zeit; ist jedoch erst einmal eine kritische Grenze erreicht, steigt die Viralität der gesetzten Pins exponentiell an.[5]

Die Viralität

Repins und Likes fremder Personen führen zur Verbreitung des eigenen Inhalts und daher zur Bekanntmachung der Marke.PInterest Viralität

Um einem gesetzten Pin nun also die beste Chance zu geben viral zu werden, sollte darauf geachtet werden, dass der Pin in eine der beliebten Kategorien passt, wie z.B. Wohnen, Mode, Arts&Crafts und Food. Desweiteren ist es von Bedeutung, dass das Bild emotionale Werte vermittelt und von einer hohen Qualität ist (Freisteller von Produkten sind daher meist eher ungeeignet).

Eine weitere Maßnahme, um die Viralität anzukurbeln, sind Wettbewerbe. Beispiele solcher Gewinnspiele wären:

  • Verbreitungsspiele, bei denen die User lediglich dazu aufgefordert werden, dem Unternehmensprofil zu folgen. Unter den Followern wird anschließend nach Ablauf einer gewissen Frist ein Preis verlost.
  • Pin-it-to-win-it Wettbewerbe, bei denen Follower dazu aufgefordert werden, Bilder von Produkten des Unternehmens auf einer ihrer Pinnwände zu pinnen.
  • Suchspiele, bei dem das Unternehmen Bilder auf der Homepage und anderen Social Media-Plattformen versteckt, welche von dem User gefunden und mit einer bestimmten Unterschrift gepinnt werden müssen.

Monitoring

Seit Anfang 2013 stellt Pinterest für Unternehmen auch ein internes Monitoring zur Verfügung. Neben den Pins und Repins gibt es auch Statistiken zur Reichweite und den Impressions eines Pins und dem hieraus resultierenden Traffic auf die Webseite. Zusätzlich werden die aktuellsten Pins und die erfolgreichsten Pins des Profils angezeigt. Bei den erfolgreichsten Pins wird zwischen Repins und Klicks unterschieden.

Um ein effizientes Social Media-Monitoring für Pinterest umzusetzen, gibt es weitere verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Tools, wie z.B. PinAlerts, Pinfluence und Reachli.

Blick in die Zukunft

Pinterest versucht, mit dem enormen Wachstum an Nutzern des letzten Jahres mitzuhalten. Im Dezember 2012 besuchten Studien zufolge 48 Millionen Benutzer Pinterest, wobei es im Vergleich ein Jahr zuvor nur neun Millionen User waren. Nach einer Investition von über 100 Millionen Dollar im Mai 2012 wird die Plattform aller Wahrscheinlichkeit nach weiter expandieren und sich sowohl in der Usability weiterentwickeln als auch innovationstechnische Maßstäbe setzen.[6] Allgemeine rechtliche Aspekte werden in Zukunft in den sozialen Plattformen eine größere Rolle spielen. Es ist also für die Zukunft aller Marketingbemühungen im Social Media Bereich von Bedeutung, sich bezüglich Erweiterungen der Allgemeine Rechtliche Aspekte zu informieren und diese wenn nötig umzusetzen.

 

 


[1] Omaxis (2012): „Pinterest – Social Network zum Teilen von Bildern “, URL: http://www.omaxis.de/blog/pinterest-social-network-zum-teilen-von-bildern/

[2]Lokalkompass (2012): „Pinterest ein soziales Netzwerk, in dem man Bilder anheftet“, URL: http://www.lokalkompass.de/castrop-rauxel/kultur/pinterest-ein-soziales-netzwerk-in-dem- man-bilder-anheftet-d249813.html

[3] MDG Blog (2012): „A Marketer’s Guide to Pinterest: Pin It To Win It”,  URL: http://www.mdgadvertising.com/blog/a-marketers-guide-to-pinterest-pin-it-to-win-it-infographic/

[4]Shareaholic (2013): „Pinterest Sent More Referral Traffic Than Twitter in February”,  URL: http://blog.shareaholic.com/2012/03/pinterest-referral-traffic-2/

[5]Pinsight (2013): „Wie erhalte ich Follower in Pinterest?“, URL: http://www.pinsight.de/wie-erhalte-ich-follower-in-pinterest

[6]Computerwoche (2013): „Pinterest bald mit 2,5 Milliarden Dollar bewertet?“, URL: http://www.computerwoche.de/a/pinterest-bald-mit-2-5-milliarden-dollar-bewertet,2532356


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Gökhan Aydinlioglu
von

Fortsetzung der Beitragsreihe E-Commerce-Systeme

Fortsetzung der Beitragsreihe E-Commerce-Systeme
Unser Webzapper-Blog besteht jetzt bereits seit gut 8 Monaten und wie wir unserem Analysetool entnehmen können, ist unsere Besucheranzahl durchschnittlich leicht gestiegen. Wir werden natürlich in Zukunft weiterhin daran arbeiten, noch mehr Interesse auf unserem Blog zu wecken. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, dass wir inzwischen eine dreistellige Anzahl an Fans auf unserer Facebook-Seite haben.
Besonders starkes Interesse hatten wir für die Beiträge, die im Rahmen der „E-Commerce-Systeme“-Vorlesung veröffentlich wurden. Wir freuen uns über dieses positive Feedback und bedanken uns bei den Kommilitonen.

 

In den nächsten Monaten: Neue Beiträge rund um E-Commerce-Systeme
Heute beginnen wir mit der Veröffentlichung der Beiträge im Rahmen der Vorlesung „E-Commerce-Systeme“ des Sommersemesters 2013. Prof. Dr. Holger Schneider möchte uns Studenten die Möglichkeit geben, ein E-Commerce Thema im Detail zu recherchieren und es hier auf Webzapper zu präsentieren. Ab heute können Besucher auf unserem Blog wieder jede Woche Artikel über interessante Themen im E-Commerce lesen.

Schneider

Unter dem Oberthema “E-Commerce-Systeme” soll es schwerpunktmäßig um technische Aspekte von E-Commerce-Plattformen gehen. Die Artikel drehen sich also beispielsweise um den Einsatz, den Marktüberblick oder die Vorstellung von Features, Techniken, Prozesse, usw. aus dem E-Commerce-Bereich.
Nachfolgend eine Übersicht über die Themen, die in den kommenden Wochen erscheinen werden. Die Beiträge haben wir in die vier Oberthemen “Einsatz”, “Marktüberblick”, “Vorstellung” und „Allgemein“ einsortiert, um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen.
 
Einsatz und Nutzung spezieller Features und Tools
Einsatz und Ausgestaltung von Produktfotos (Ulf Krückel)
Einsatz von Responsive Design (Fabian Hoffmann)
Einsatz und Nutzung von RFID-Chips (David Lichtenberg)
Einsatz und Nutzung von QR-Codes (Jan Linek)
Einsatz und Nutzung von Mobile Shops (Niklas Farin)
Einsatz von Online-Tools im stationärem Handel (Marvin Hütter)
Einsatz von Pinterest als Marketing-Instrument (Svenja Fieguth)
Einsatz und Best Practice von Business Rules (Phillipp Ohleyer)
Einsatz von Kundenbewertungen in Online-Shops (Kai Storm)
Einsatz und Nutzung von Live-Beratung (Andreas Freese)
Einsatz und Nutzen von Testing Tools (Andra Plückthun)
 

Marktüberblick zu einzelnen E-Commerce-Tools und Anbietern
Marktüberblick: Anbieter von PIM-Systemen (Simon Schaper)
Marktüberblick: Content-Management-Systeme (Patrick Pütz)
Marktüberblick: Multimedia-Datenbank-Anbieter (Reik Holz)
Marktüberblick: ERP-Systeme (Marius Müller)
Marktüberblick: Web Analytics Systeme (Daniele Grendene)
Marktüberblick: Mass-Customization-Konfiguratoren (Isabel Bohr)
Marktüberblick: E-Mailing Systeme (Gökhan Aydinlioglu)
Marktüberblick: Siegel & Zertifikate (Daniel Simovic)
Marktüberblick: Prototyping / Wireframe Tools (Jonas Klug)
Marktüberblick: Multi Channel Best Practice (Frank Breier)
 

Vorstellung einzelner Features und Anbieter
Vorstellung: Fulfilment by Amazon (Robert Fink)
Vorstellung: Ratingspy (Marlitt Schwass)
Vorstellung: BeezUP (Jens Krieger)
Vorstellung: AmazonCheckout (Alexander Schöpe)
Vorstellung: PostPay (Artur Lammert)
Vorstellung: iZettle (Ole Meistering)
Vorstellung: MasterPass (Leon Marzio)
Vorstellung: Schufa Scoring (Vincent Lie)
 

Übergreifende E-Commerce-Themen
Nutzung von Online-Marktplätzen als Vertriebskanal (Julian Heins)
Status Quo und Ausblick: Same-Day-Delivery (Friederike Bartholomäus)
Status Quo und Ausblick: HbbTV & RedButton Einsatz (Iman Yousufi)

Ab heute wird wöchentlich ein Thema veröffentlicht. Natürlich werden wir nach jeder Veröffentlichung eines Beitrags unsere Facebook-Fans mit einem Post informieren. Daher wäre es gut, wenn ihr Fans unserer Facebook-Seite werdet und so keinen Artikel verpasst. Wer natürlich auf Google+ aktiver ist, er kann uns auch gern auf unserer Google+ Seite folgen.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Blogbeiträge der Studenten fortsetzen und wöchentlich Lesestoff mit interessanten und aktuellen Themen verbreiten können. Wir hoffen auf einen aktiven Austausch mit allen Lesern in Form eines „Likes“ oder eines Kommentars hier auf Webzapper oder unserer Facebook-Seite.


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Jan-Henrik Scharlach
von

Cross Border Shopping – Status Quo und Ausblick


Cross Border Shopping – Die zunehmende Nutzung des Internets bringt für viele Bereich ein gewisses Potenzial mit sich. Dabei handelt es sich mehr und mehr nicht nur um eine Betrachtung einzelner Länder. Der E-Commerce, der sich durch die Internetnutzung weiter verbreitet, überschreitet im vermehrten Maße auch Grenzen. So ist es heutzutage nicht mehr üblich, dass ein E-Commerce Händler nur in das Land liefert indem er sich auch befindet. Diese Begrenzung verliert heute und in Zukunft an Bedeutung. Anders gesagt bedeutet das, dass Internet-Versandhändler auch in erhöhtem Maße ins Ausland oder in Regionen liefern, die neu erschlossen werden sollen. Nun stellt sich gegenwärtig die Frage, ob und in welchem Ausmaß bereits das sogenannte Cross Border Shopping besteht. Zusätzlich sind die Motive, welche User und auch Unternehmen zum Cross Border Shopping treiben ein ebenfalls interessanter Aspekt.

Der Begriff Cross Border Shopping tauchte bereits weit vor der Erfindung des Internets auf und wurde in einem anderen Kontext benutzt. Mit dem Begriff wurde der grenzüberschreitende Einkauf gemeint ohne einen technologischen Kontext. So wurden z.B. die Dänen, die zum Lebensmitteleinkauf nach Deutschland fuhren als Cross Border Shopper bezeichnet. Im heutigen Sprachgebrauch wird das Cross Border Shopping noch erweitert in Verbindung des E-Commerce genutzt. Als Cross Border Shopper werden heute Personen bezeichnet, die im Internet bei Shops einkaufen, die aus dem Ausland stammen. Das können beispielsweise deutsche User sein, die in einem französischen Shop Waren kaufen. Die zweite Möglichkeit sind deutsche User, die in einem deutschen Shop kaufen, der allerdings im Ausland ansässig ist. Hierbei ist der Sitz des Unternehmens zu betrachten.

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Christoffer Tews
von

Responsive Design vs. Web App – Was ist für Online-Shops geeignet?

Einleitung

Die Kommunikation in der heutigen Gesellschaft findet immer schneller statt und enthält dabei meist eine Vielzahl von Informationen, welche jedoch für die verschiedenen Verbraucher nicht immer im Gesamten relevant sind. Geprägt wird dieser schnelle Informationsfluss durch das Internet und seine verschiedenen Kommunikationsformen. Es gibt unzählige Möglichkeiten mit anderen Personen in Kontakt zu treten. Diese reichen von der heutzutage fast altmodisch anmutenden Email, über eine Vielzahl von Instant-Messaging Systemen, bis hin zu Sozialen Netzwerken. Beschleunigt wird der Informationsfluss und die Informationsvielfalt durch die immer dichtere Abdeckung des mobilen Internets. Die stets sinkenden Preise der Internetpakete für mobile Endgeräte, sowie die immer stärkere Ausprägung von internetfähigen, intelligenten Handys am Markt unterstützen dabei den Vormarsch der „Always- On-Mentalität“.

Ein besonderes Augenmerk fällt bei den mobilen Endgeräten auf die Smartphones und Internet Tablets. Beide sind in der Regel deutlich umfangreicher ausgestattet als herkömmliche Handys und bieten dadurch eine größere Anzahl an Funktionen. Hinzu kommen die nahezu perfekt funktionierenden, großen, berührungsempfindlichen Bildschirme die in solchen Geräten zum Einsatz kommen. Sie ermöglichen eine komfortable und besonders intuitive Bedienung.

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Benjamin Böge
von

Praxisbeispiel: Testen einer Online-Anwendung am Beispiel des Merkzettels von BAUR.de

Heute wollen wir einmal einen Ausflug in die Praxis machen und uns mit einem Thema beschäftigen, das im Onlinehandel von größerer Bedeutung ist. Es geht um das Testen von Online-Applikationen. Damit sind nicht die Software-Tests gemeint, die ein Programm bzw. den erstellten Quellcode auf technisch einwandfreie Funktionalität prüfen. Es geht vielmehr um Tests aus Nutzersicht, mit dessen Hilfe E-Commerce Verantwortliche in Unternehmen prüfen können, wie ihre Anwendung von Nutzern bewertet wird beziehungsweise was für Wünsche diese an die Anwendung haben.

Das klingt zunächst nach einer recht trivialen Problemstellung, die schnell und einfach zu lösen sein sollte. Schließlich ist man als Produktmanager, Programmierer oder UserInterface-Designer ja auch ein Nutzer und kann seine Anwendung einfach selbst beurteilen. Ein paar Mal durchklicken, dabei alle Funktionen einmal ausprobieren und fertig! Aber so einfach ist es leider nicht. Denn als Experte hat man in der Regel eine ganz andere Sicht auf die Dinge als der gewöhnliche Nutzer, der meist weit weniger Erfahrung und Fachwissen besitzt. Was für den E-Commerce’ler also absolut logisch und selbstverständlich ist, kann andere schon vor Schwierigkeiten bei der Benutzung stellen.

Eine Lösung für dieses Dilemma bietet das Testing. Deshalb möchte ich euch nun anhand eines Praxisbeispiels einmal zeigen, wie eine Online-Applikation sauber und mit aussagekräftigen Ergebnissen getestet werden kann.

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Sönke Iwers
von

Der Kunde im Fokus: Customer Journey im Multi-Device Umfeld

Im Rahmen der E-Commerce Seminare im Wintersemester 2012 habe ich bei Prof. Holger Schneider das Thema „Customer Journey im Multi-Device-Umfeld“ bearbeitet. In Zusammenarbeit mit OTTO war das Ziel, die verschiedenen Endgeräte, die an einem Kaufprozess beteiligt sind, zu identifizieren und deren Rolle zu analysieren. OTTO ist heute schon auf allen wichtigen Endgeräten erreichbar, sei es per Smartphone- oder Tablet-App, mobiler Website oder stationärer Website. Um in Zukunft auf die Bedürfnisse der Kunden noch besser eingehen zu können, versucht OTTO deshalb jedes Endgerät möglichst optimal in den Kaufprozess eines jeden Kunden einzubinden.

Was ist die Customer Journey?

Eine Customer Journey beschreibt die „Reise eines Kunden“ auf dem Weg von der Inspiration (also z.B. ein Werbespot, der Interesse an einem Produkt weckt) bis nach dem Kauf. Dabei durchläuft der Kunde insgesamt 5 Phasen.

Customer Journey Phasen

Customer Journey Phasen

 Phase 1: Awareness

In der ersten Phase wird das Bewusstsein für das Produkt bzw. die Marke geweckt und der Kunde inspiriert. In dieser Phase erkennt der Kunde also den ersten Bedarf. Dies kann über verschiedene Geräte und Kanäle geschehen, wie z.B. Schaufenster (offline), E-Mail (Smartphone), Soziales Netzwerk (Tablet), Werbe-Spot (TV) oder klassische Banner-Werbung (PC).

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Nikolas Reichardt
von

Social Media Monitoring (Facebook API)

Soziale Netzwerke bieten ein so enormes Informationspotenzial über die kommunizierenden User an, dass die Gemeinschaftsportale schnell als eine Plattform von Kundendaten gesehen werden können. Allen voran ist hier Facebook zu nennen. Da dieses Netzwerk am meisten Potenzial durch seine Größe bietet, verspricht es auch den größten Mehrwert[1].

Social Media Monitoring soll in diesem Bereich das Potenzial nutzen und mit einer kontinuierlichen Analyse der Informationen Daten generieren, welche für Statistiken, Prognosen und/oder Handlungsempfehlungen genutzt werden sollen.

SSM1

Anhand der generierten Kundenstatistiken können Strategieanpassungen wie beispielsweise Imagekampagnen oder Marktanalysen vorgenommen werden.

Ein Unternehmen kann durch Social Media Monitoring viel über seinen Kundenstamm und potenzielle Kunden in Erfahrung bringen und aktiv auf Geschehnisse reagieren.

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Fabian Hoffmann
von

Semantik Web zur Verbesserung der off-site Suchergebnisse im Kontext eines Modeunternehmens

Im Seminar E-Commerce bei Prof. Holger Schneider, das dieses Wintersemester stattfindet, habe ich das Thema „Einsatz des Semantik Web zur Verbesserung der off-site Suchergebnisse im Kontext eines Modeunternehmens“ bearbeitet. Das Thema wurde durch das mit dem E-Commerce Studiengang kooperierende Unternehmen bonprix initiiert. Ziel war es, mit Hilfe des Semantik Web Möglichkeiten aufzuzeigen, um die off-site Suchergebnisse, z.B. bei Google und Bing, optisch sowie performanceseitig zu verbessern.

Was ist das Semantik Web?

Das Semantik Web ist eine Erweiterung des aktuell bestehenden Internets durch die Anreicherung der Dokumente im Internet mit einer Bedeutung. Die so angereicherten Dokumente werden kontextbezogen miteinander verknüpft und sollen dadurch die Kommunikation zwischen Computer und Mensch verbessern.

Warum ist die Weiterentwicklung des Web 2.0 überhaupt notwendig?

Es gibt zwei grundlegende Probleme im Web 2.0, die im Folgenden erklärt werden[1]:

1. Zugriff auf die Daten

Google indexiert Webseiten anhand des auf ihnen enthaltenen Textes. Wird in der Google Suche nach einer Phrase gesucht, wird diese mit dem Text der indexierten Dokumente verglichen. Gibt es eine Übereinstimmung, wird das Dokument dem Suchergebnis hinzugefügt. Die Semantik – also die Bedeutung – der gesuchten Wörter wird nicht betrachtet. Angenommen ein Benutzer sucht bei Google nach einem T-Shirt in kleinen Konfektionsgrößen und benutzt dafür die Suchphrase T-Shirt in kleinen Größen. Das gewünschte Ergebnis wären T-Shirts die z.B. in den Größen XS-M vorhanden sind und gekauft werden können. Google jedoch führt einen Abgleich der Suchphrase mit den Wörtern in den einzelnen indexierten Dokumenten durch. Dadurch werden Ergebnisse angezeigt, welche die Wörter T-Shirt in kleinen Größen komplett oder zumindest in Teilen enthalten und nicht automatisch das vom User gewünschte Ergebnis.

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